Ehemaliger Präsident der Deutschen Policenaufwertung AG zum Schadenersatz verurteilt

Das Landgericht Frankfurt am Main hat den ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten der Deutschen Policenaufwertung AG verurteilt, an einen Anleger dieser Gesellschaft über 23.000,00 € zu zahlen. Das Gericht stellte fest, dass der Beklagte eine Erlaubnis zum Betrieb von Bankgeschäften nicht besaß. Daraus resultierte der Schadenersatzanspruch des klagenden Verbrauchers.

Der Kläger hatte im Jahre 2012 einen Kauf- und Abtretungsvertrag mit der Deutschen Policenaufwertung AG abgeschlossen. Diese Gesellschaft kaufte den Lebensversicherungsvertrag des Klägers und sicherte diesem zu, den Kaufpreis im Jahre 2029 in Höhe von 150 % der Kaufpreissumme zurückzuerstatten.

Das Landgericht Frankfurt am Main stellte fest, dass dies ein Geschäft ist, welches nur Kreditinstitute oder Institute tätigen dürfen, welche eine Erlaubnis besitzen. Die Deutsche Policenaufwertung AG besaß diese Erlaubnis nicht. Folglich wurde der verantwortliche, ehemalige Verwaltungspräsident zum Schadenersatz verurteilt.

Das Urteil ist noch nicht Rechtskräftig.

Für weitere Informationen steht Ihnen die Kanzlei Strauch & Diehl gerne zur Verfügung.

Kapitalmarktrecht

Bankrecht - Kapitalmarktrecht

Kapitalmarktrecht

Nach den Insolvenzanträgen der Future Business KGaA und der Prosavus AG am 13. November 2013 meldet auch die ecoConsort AG Insolvenz an. Damit weitet sich der Finanzskandal um Infinus weiter aus, bei dem die Staatsanwaltschaft Dresden gegen mehrere Infinus-Manager und Aufsichtsräte wegen Betrugsverdachts ermittelt.

Die ecoConsort AG sammelte Gelder der Anleger durch Orderschuldverschreibungen und nutzte diese für nachhaltige Investments. Bis Ende März 2013 sollen Anleger rund 28 Millionen Euro investiert haben. Durch die Insolvenz der ecoConsort AG könnte Anlegern nun der Totalverlust drohen.

Dennoch bestehen Chancen für betroffene Anleger:

Der Bundesgerichtshof stellt klare Grundregeln zur korrekten Finanzberatung auf. Die Beratung hat vollständig, korrekt und verständlich zu erfolgen, ansonsten können Schadensersatzansprüche gegen den Berater bzw. Vermittler geltend gemacht werden. Auch die Firma für die er auftritt wäre gegebenenfalls zum Schadensersatz verpflichtet.

Wer sich an der ecoConsort AG oder einer anderen Gesellschaft der Infinus-Gruppe beteiligt hat, sollte seinen Fall umgehend prüfen lassen. Die Rechtsanwaltskanzlei Strauch & Diehl vertritt Anleger gegen diverse Berater und Vermittler, welche die Beteiligungen an der ecoConsort AG empfohlen haben.

Kapitalmarktrecht

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Landgericht Würzburg verurteilt unter dem 10.04.2014 einen Finanzberater wegen Schadensersatzes aufgrund einer Anlagenfalschberatung im Hinblick auf die „ALBIS Capital AG & Co. KG“.

Der Anleger beteiligte sich Mitte 2005 an der „ALBIS Capital AG & Co. KG“. Der Berater sicherte bei einer Anlagezeit von mindestens 10 Jahren eine Kapitalverdoppelung zu. Von der gezeichneten Anlagesumme sollen jährlich 10 % wieder angelegt werden. Daraufhin unterzeichnete der Anleger die Beteiligung an der „ALBIS Capital AG & Co. KG“.

Durch ein Rundschreiben 2012 erfuhr der Anleger von den Liquidationsproblemen der „ALBIS Capital AG & Co. KG“. Auch die Möglichkeit des Totalverlustes und das Zustandekommen weiterer Kosten wurden dem Anleger erst durch das Schreiben bekannt. Daraufhin klagte er, vertreten durch die Kanzlei Strauch & Diehl,  vor dem Landgericht Würzburg gegen den Berater.

Das Landgericht kam durch die Beweisaufnahme auf folgendes Ergebnis:

Mögliche Verluste, bis hin zu einem Totalverlustrisiko, wurden nicht hinreichend dargelegt. Unstreitig fand auch keine Aufklärung hinsichtlich der Nachschusspflichten statt. Der Prospekt wurde dem Anleger erst nach der Zeichnung ausgehändigt. Der Berater hatte  seine Pflicht zur anleger- und objektgerechten Beratung verletzt. Er konnte dem Gericht nicht substantiiert schildern, wie seine Beratung im Einzelfall ausgesehen hat. Die Klage aufgrund der Falschberatung war begründet. Der Berater wurde verurteilt Schadensersatz zu leisten.

Das Landgericht Würzburg folgte damit dem Bundesgerichtshof. Dieser vertritt seit Jahren die Auffassung, dass Finanzberater sich in Schadensersatzprozessen nicht einfach darauf zurückziehen können, den klägerischen Vortrag zu bestreiten. Vielmehr haben Finanzberater die Pflicht, den Inhalt ihrer Beratung vor Gericht darzustellen. Andernfalls laufen sie Gefahr den Prozess zu verlieren.

Landgericht Bochum weist Klage der ALAG zurück!

Bankrecht - KapitalmarktrechtDas Landgericht Bochum hat  unter dem  10.04.2014 eine Klage der „ALAG Auto-Mobil GmbH & Co. KG“ auf Rückzahlung von erhaltenen Ausschüttungen gegen eine Anlegerin abgewiesen.

Die Anlegerin, vertreten durch die Kanzlei Strauch & Diehl, beteiligte sich 2002 und 2004 am Leasingfonds „ALAG“. Dieser wurde von dem Emissionshaus „Rothmann & Cie AG“ emittiert. Der Vermittler versprach der Anlegerin jährliche Zinsen in Höhe von 10 % des angelegten Geldes und eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals. Die Anlegerin unterzeichnete die Beteiligung an der „ALAG“. Dabei handelte es sich um eine höchst risikoreiche Geldanlage.

Die „ALAG“ informierte im Sommer 2009 eine Vielzahl der Anleger über die Insolvenz.  Die Anleger verloren nicht nur ihr eingesetztes Kapital, sondern sollten auch die ohnehin niedrigen Ausschüttungen an die Gesellschaft zurückzahlen. Auch die Anlegerin wurde dazu aufgefordert. Diese weigerte sich. Dagegen klagte die „ALAG“ vor dem Landgericht Bochum.

Der Bochumer Richter beurteilte die geforderten Rückzahlungen als treuwidrig. Die Klage der „ALAG“ hatte keinen Erfolg. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.